1. Phase Worldcafé/Workshops

A – Worldcafé: Mit Rechten reden
B – Worldcafé: Das Schweigen brechen – Rechte Todesfälle seit 1990 C – Worldcafé: Zivilgesellschaft organisieren
D – Worldcafé: Jugendorganisation
1 – Workshop: LSBTIQ*-Feindlichkeit in der Neuen Rechten
2 – Workshop: Im Kampf für die "völkische Wiedergeburt" - Extrem rechte Kampfsportstrukturen in Thüringen
3 – Workshop: Rechte Betriebsräte und Gewerkschaften
4 – Workshop: Zur Bedeutung islamischer Verbände für die Ingetration von Geflüchteten
5 – Vortrag: Zur Sozialpsychologie des Faschismus. Marxistische und psychoanalytische Theorien Teil I
6 – Diskussion: Leben in der Provinz - Bleiben oder gehen
7 – Vortrag: Notwendigkeit linker Securitys
8 – Workshop: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus

2. Phase Workshops

9 – Vortrag: Monitoring jenseits von Staat. Warum wir uns gut aufstellen müssen zeigt der Naziterror im Mordfall Lübke
10 – Workshop: Let’s build a Solidarity City!
11 – Workshop: Kolleg*innen mit Flucht- und Migrationserfahrung im Betrieb
12 – Workshop: Alles muss man selber machen
13 – Workshop: How to do a Kleingruppenaktion
14 – Workshop: Zur Sozialpsychologie des Faschismus. Marxistische und psychoanalytische Theorien Teil II
15 – Workshop: Abschlussbericht Enquete-Kommission Rassismus
16 – FLTI*-Only-Workshop: Geschlecht und Arbeit im 21. Jahrhundert
17 – Workshop: Privilegien und wie wir sie nutzen
18 – Workshop: Wie helfe ich mir selbst - Erste Hilfe auf Demos

1. Phase Worldcafé/Workshops

A – Worldcafé: Mit Rechten reden

Angesichts extrem rechter Mobilisierung werden vielerorts Bürgerdialoge veranstaltet. Die Veranstalter*innen hoffen, dass »besorgten Bürger« ihre Fundamentalopposition aufgeben, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, Dampf abzulassen. Antifaschist*innen sehen das seit jeher kritisch. Aus gutem Grund: Im Workshop beschäftigen wir uns mit Bürgerdialogen, die 2018 in Cottbus durchgeführt wurden. Dabei wird deutlich, wie der offener Dialog ohne inhaltliche Kriterien extrem rechtes Agendasetting ermöglicht.

Veranstalter: Bildungskollektiv BiKo e.V.

B – Worldcafé: Das Schweigen brechen – Rechte Todesfälle seit 1990

In Suhl, Stotternheim, Gera, Arnstadt, Saalfeld, Bad Blankenburg, Erfurt, Sondershausen, Schlotheim starben seit 1990 Menschen, weil Rechte sie töteten. Den Schicksalen dieser Menschen wird meist nur wenig Aufmerksamkeit zu Teil. Gemeinsam denken wir darüber nach, wie das Schweigen gebrochen werden kann: Was braucht es, um im lokalen Kontext auf rechte Gewalttaten aufmerksam zu machen und dabei auch voneinander abweichenden Bedürfnisse bspw. der Angehörigen zu berücksichtigen?

Veranstalter: ezra

C – Worldcafé: Zivilgesellschaft organisieren

[Text fehlt]

Veranstalter: BgR Weimar

D – Worldcafé: Jugendorganisation

[Text fehlt]

Veranstalter: SJD – Die Falken

1 – Workshop: LSBTIQ*-Feindlichkeit in der Neuen Rechten

Ausgewählte Gruppierungen, Strukturen und Personen werden vorgestellt, die in Bezug auf LSBTIQ*-Feindlichkeit den bundesdeutschen Diskurs bestimmen und prägen. Zudem wird auf rechtsextreme und christlich-fundamentalistische Argumentationsstrategien eingegangen, die zur Abwertung nicht-heterosexueller und queerer Lebensentwürfe genutzt werden. Daran anschließend wird zur Diskussion eingeladen.

Veranstalter: GEW Thüringen – Landesausschuss Diversity

2 – Workshop: Im Kampf für die "völkische Wiedergeburt" - Extrem rechte Kampfsportstrukturen in Thüringen

Kampfsport gewinnt innerhalb der neonazistischen Szene an Bedeutung. Im extrem rechten Verständnis von "Kampf" verbinden sich Männlichkeitsideale und die rassistische Idee der Verteidigung des eigenen "Volkes" mit Fantasien von einem Systemumsturz am "Tag X". Auch Thüringer Neonazis sind immer wieder in die Vernetzungstreffen und extrem rechte Kampfsportturniere involviert. Der Vortrag gibt Einblick über die ideologischen Grundlagen und die thüringer Akteure der extrem rechten Kampfsportszene.

Veranstalter: mobit

3 – Workshop: Rechte Betriebsräte und Gewerkschaften

Beschäftigte sind eine interessante Wähler*innengruppe, Betriebs- und Personalräte wichtige Kontakte in Betrieb und Dienstelle. Das haben auch rechtsradikale Parteien für sich entdeckt. Die AfD gründet sogenannte Arbeitnehmer*innenorganisationen, Björn Höcke versucht, den IG-Metall-Streik in Eisenach gegen die Schließung des Opel-Werkes zu instrumentalisieren und Zentrum Automobil fährt eine Kampagnel gegen die Entlassung zweier rassistisch auftretender Arbeitnehmer. Was bedeutet dies alles für Arbeitnehmer*innen und Gewerkschafter*innen? Wie ist die aktuelle Entwicklung? Und wie können dauerhafte Gegenstrategien aussehen? Wir schaffen Raum für Austausch und Diskussion.

Veranstalter: DGB-Bildungswerk Thüringen und DGB Bildungswerk Bund

4 – Workshop: Zur Bedeutung islamischer Verbände für die Ingetration von Geflüchteten

[Text fehlt]

Veranstalter: linksjugend [solid] Thüringen

5 – Vortrag: Zur Sozialpsychologie des Faschismus. Marxistische und psychoanalytische Theorien Teil I

„Seit geraumer Zeit werden in allen Teilen der Welt Massenbewegungen angedreht, deren Gefolgsleute offensichtlich wider ihr vernünftiges Interesse an Selbsterhaltung und Glück handeln.“ (Adorno) Um diese Widervernünftigkeit zu erklären, wurden sozialpsychologische Theorien entwickelt, in die dieser Vortrag einführt. Es geht u.a. um das Verhältnis von Marxismus und Psychoanalyse, Freuds und Wilhelm Reichs Massenpsychologie und die Autoritarismusforschung. Im Anschluss Diskussion.

Veranstalter: SJD – Die Falken

6 – Diskussion: Leben in der Provinz - Bleiben oder gehen

Aufgewachsen in einer Provinz? Freunde werden Neonazis!
Wie geht man damit um? Geht man damit um oder geht man lieber in eine der Komfortzonen der Großstadt? Lohnt sich der Kampf gegen Rassismus und Nationalismus in der Provinz?
Ist die Unterstützung durch antifaschistische Strukturen in der Provinz notwendig und wenn ja, wie ist sie realisierbar?

Veranstalter: Antifaschistische Gruppen Nordthüringen

7 – Vortrag: Notwendigkeit linker Securitys

[Text fehlt]

Veranstalter: Kontraproduktiv

8 – Workshop: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus

Im Jahr 1967 hielt Adorno vor dem Hintergrund des Erstarkens der NPD einen Vortrag zu „Aspekten des neuen Rechtsradikalismus“. In seinem Vortrag, der jüngst zum ersten Mal schriftlich verlegt wurde, setzt er sich mit Form und Inhalt dieses Rechtsradikalismus auseinander und leitet daraus Möglichkeiten der Gegenwehr ab. Unter Berücksichtigung der Differenzen zwischen NPD damals und Neuer Rechte heute lässt sich die Analyse auf die heutige Situation nicht eins zu eins übertragen. Durch die Analogie in der Wirkungsweise rechter Propaganda ist der Text aber gleichzeitig ein aktueller Beitrag zum Verständnis der Neuen Rechten. Wir möchten nach einem kurzen Input zum autoritären Charakter gemeinsam Textausschnitte daraus lesen, um danach über dem Umgang mit der Neuen Rechten zu diskutieren.

Veranstalter: Antifa Suhl/Zella-Mehlis

2. Phase Workshops

9 – Vortrag: Monitoring jenseits von Staat. Warum wir uns gut aufstellen müssen zeigt der Naziterror im Mordfall Lübke

[Text fehlt]

Veranstalter: Mobiles Beratungsteam Hessen und NSU-Watch, Jusos Thüringen

10 – Workshop: Let’s build a Solidarity City!

In unserem Workshop liefern wir aktuelle Schlaglichter zur migrationspolitischen Situation in der BRD und in Europa sowie die Folgen für Geflüchtete und Migrant*innen.
Wir wollen mit euch aktuelle munizipalistische Ansätze und Handlungsmöglichkeiten von Solidarity Cities in flüchtlingssolidarischen Bewegungen diskutieren. Von Sanctuary Cities über sichere Häfen bis zur Rebel City. Von Aushandlungskämpfen mit Behörden über den Kampf gegen Abschiebungen und für Bleiberechte bis hin zu Bewegungsfreiheit für alle: Welche lokalen Handlungsmöglichkeiten gibt es? Wie können wir solidarisch aktiv werden und wie können wir schon bestehende Kämpfe aus anderen gesellschaftlichen Bereichen unter der Frage „In welcher Gesellschaft wollen wir leben“ verbinden?

Veranstalter: Flüchtlingsrat Thüringen

11 – Workshop: Kolleg*innen mit Flucht- und Migrationserfahrung im Betrieb

Auf welche Schwierigkeiten stoßen Menschen mit Migrationserfahrung oder aus Einwandererfamilien im Arbeitsleben? Wir diskutieren verschiedene Problemlagen, rechtliche Hintergründe und mögliche Lösungsansätze.

Veranstalter: DGB-Bildungswerk Thüringen

12 – Workshop: Alles muss man selber machen

Die Kampagne “Alles muss man selber machen 2.0” hat versucht, linksradikale Inhalte im Wahlkampf zu thematisieren — nicht, um potentielle AfD-Wähler*innen zu erreichen, sondern um Menschen zu ermutigen sich anzuschließen und linksradikale Inhalte in politische Diskurse einzuspeisen. Implizit ging es dabei auch um einen Umgang mit der Beobachtung, dass rechte Positionen derzeit zunehmend im parteipolitischen Diskurs aufgegriffen werden. Beim Workshop wollen wir gemeinsam überlegen, ob und wenn ja wie weit das erfolgreich war und davon ausgehend strategisch in die Zukunft denken: Wie kann und soll linksradikale Politik in Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks aussehen?

Veranstalter: Bündnis Alles muss man selber machen

13 – Workshop: How to do a Kleingruppenaktion

Kleingruppen-Aktionen können viele Formen haben – vom Straßen-Theater über die Bagger-Blockade bis zum Castor schottern. Gemeinsam ist allen, dass es schon mit wenigen Menschen möglich ist viel zu bewegen. In diesem Workshop kriegst du einen Überblick darüber, welche (auch niedrigschwelligen) Aktionsformen möglich sind, wie eine Aktion abläuft und welche Aufgaben du übernehmen kannst. Danach hast du zwar noch keine fertige Aktion, aber einen Werkzeugkasten, um eigene Aktionen zu gestalten.

Veranstalter: Zucker im Tank

14 – Workshop: Zur Sozialpsychologie des Faschismus. Marxistische und psychoanalytische Theorien Teil II

Der Workshop schließt an den Vortrag in der ersten Workshop-Phase an, in der es um eine Einführung in das Verhältnis von Marxismus und Psychoanalyse, Freuds und Wilhelm Reichs Massenpsychologie und die Autoritarismusforschung ging.
Die vorgestellten Theorien wollen wir im Workshop gemeinsam diskutieren und und überlegen, ob und wie diese weiterhelfen, die gegenwärtigen Verhältnisse zu begreifen.

Die Teilnahme am vorherigen Vortrag ist nicht zwingend erforderlich.

Veranstalter: SJD – Die Falken

15 – Workshop: Abschlussbericht Enquete-Kommission Rassismus

Im Januar 2017 setzte der Thüringer Landtag die Enquete-Kommission zu "Ursachen und Formen von Rassismus und Diskriminierungen in Thüringen sowie ihre Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben und die freiheitliche Demokratie" ein, diese nahm im Juni 2017 ihre Arbeit auf.
Mitglieder der Kommission werden den Abschlussbericht kurz vorstellen. In der anschließenden Diskussion soll der Bericht kritisch unter die Lupe genommen werden.

Veranstalter: Sabine Berninger und weitere Mitglieder der Enquete-Komission

16 – FLTI*-Only-Workshop: Geschlecht und Arbeit im 21. Jahrhundert

Ob Frau Kinder haben will oder nicht; Karriere machen will oder versucht, die Lohnarbeit weitestgehend zu umschiffen, überall lauern Fallstricke und zu überwindende Zuschreibungen. Wenn Frauen kurz nach der Geburt die Arbeit wieder aufnehmen, wird ihnen vorgeworfen karrieregeil und eine Rabenmutter zu sein. Haben sie Verantwortung für ein Kind und bleiben zu Hause während der Mann arbeiten geht, wird von einer „Bemutterung“ gesprochen, anstatt von Fürsorge. Auch als junge Frau ohne Kinderwunsch werden viele bei der Arbeitssuche erfahren, seltener eine Zusage zu bekommen als der vielleicht sogar weniger kompetente männliche Mitbewerber. Von der Verteilung der Reproduktionsarbeit in der Paar-Wohnung oder WG ganz zu schweigen… In dem Workshop wollen wir uns mit dem Verhältnis von Geschlecht und Lohnarbeit auseinandersetzen und der Frage nachgehen, warum im Kapitalismus eine gerechte Verteilung der Hausarbeit so schwer zu organisieren ist.

Veranstalter: SJD-Die Falken

17 – Workshop: Privilegien und wie wir sie nutzen

Wir gehen mit Übungen in unseren eigenen Biographien und machen uns auf die Spur nach eigenen Privilegien. Ziel: reflektierter Umgang mit den eigenen Ressourcen, Erkenntnisse für solidarisches Handeln; was brauche ich; was kann ich aufgrund meiner privilegierten Position

Veranstalter: Landesfrauenrat Thüringen

18 – Workshop: Wie helfe ich mir selbst - Erste Hilfe auf Demos

Wir wollen euch zeigen, wie ihr auf Demos und Aktionstagen, wenn nötig Erste Hilfe leisten könnt. Gemeinsam werden wir eine Packliste für Aktionen erarbeiten.

Veranstalter: BgR Weimar